Ratgeber
Google-Unternehmensprofil für Handwerker: in acht Schritten eingerichtet
Kurz gesagt
Wer „Elektriker in der Nähe“ oder „Dachdecker Heidelberg“ sucht, sieht ganz oben meist eine Karte mit drei Betrieben. Dort landen Sie nur mit einem Google-Unternehmensprofil. Es ist kostenlos, in einer Stunde angelegt und für viele Handwerksbetriebe der wichtigste Baustein, um vor Ort gefunden zu werden.
Die acht Schritte
1. Prüfen, ob es schon ein Profil gibt
Suchen Sie Ihren Betrieb in Google Maps. Oft hat Google schon automatisch einen Eintrag angelegt. Dann klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“ und übernehmen ihn, statt ein zweites Profil zu erstellen. Doppelte Profile schaden Ihrer Sichtbarkeit.
2. Profil anlegen, mit dem echten Namen
Unter business.google.com legen Sie das Profil mit Ihrem Google-Konto an. Tragen Sie den Namen genau so ein, wie er auf Schild, Fahrzeug und Rechnung steht. Zusätze wie „Elektriker Heidelberg günstig“ verstoßen gegen Googles Richtlinien und können dazu führen, dass das Profil gesperrt wird.
3. Die richtige Hauptkategorie wählen
Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Angaben überhaupt. Wählen Sie die, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt, etwa „Elektriker“, „Dachdecker“, „Schreinerei“, „Sanitärinstallateur“ oder „Heizungsinstallateur“. Weitere passende Kategorien können Sie zusätzlich angeben.
4. Adresse oder Einzugsgebiet festlegen
Kommen Kunden nicht zu Ihnen, sondern Sie zu den Kunden? Dann sind Sie für Google ein Unternehmen mit Einzugsgebiet. Blenden Sie die Adresse aus und geben Sie stattdessen die Orte oder Postleitzahlen an, in denen Sie arbeiten. Laut Google sind bis zu 20 Gebiete möglich. Haben Sie eine Werkstatt oder einen Ausstellungsraum mit Öffnungszeiten, darf die Adresse sichtbar bleiben.
5. Das Profil bestätigen
Google muss prüfen, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt. Die Methode legt Google fest. Häufig ist es ein kurzes Video, in dem Sie zum Beispiel das beschriftete Firmenfahrzeug, Ihre Werkstatt, Werkzeug und einen Nachweis wie eine Rechnung oder Gewerbeanmeldung zeigen. Halten Sie das bereit, bevor Sie starten.
6. Alles ausfüllen, was es gibt
- Telefonnummer, die tagsüber wirklich jemand abnimmt
- Link zur Website, am besten zur passenden Seite
- Öffnungs- oder Erreichbarkeitszeiten
- Leistungen, einzeln eingetragen
- Beschreibung mit bis zu 750 Zeichen: was Sie machen, für wen und wo, in normaler Sprache
- Gründungsjahr und Merkmale, soweit passend
7. Fotos hochladen, und zwar echte
Logo, Titelbild, das Team, das Fahrzeug, die Werkstatt und vor allem Ihre Arbeiten. Profile mit aktuellen, echten Fotos wirken vertrauenswürdiger als leere. Laden Sie alle paar Wochen neue Bilder von aktuellen Baustellen hoch.
8. Um Bewertungen bitten und auf jede antworten
Bewertungen gehören zu den stärksten Signalen für die lokale Suche, und Kunden lesen sie. Fragen Sie jeden zufriedenen Kunden direkt nach der Arbeit, am einfachsten mit dem Bewertungslink aus Ihrem Profil, per WhatsApp oder als QR-Code auf der Rechnung. Antworten Sie auf jede Bewertung, auf kritische besonders ruhig und sachlich. Bewertungen zu kaufen oder mit Rabatten zu belohnen, ist nicht erlaubt und kann das Profil kosten.
Typische Fehler
- Suchbegriffe im Firmennamen. Kurzfristig verlockend, langfristig ein Sperrrisiko.
- Unterschiedliche Angaben. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website, Profil, Briefpapier und in Branchenbüchern genau gleich sein.
- Doppelte Profile, etwa nach einem Umzug oder wenn ein Mitarbeiter ein zweites angelegt hat.
- Das Profil wird nie wieder angefasst. Veraltete Öffnungszeiten und Fotos von 2019 schrecken ab.
- Unbeantwortete Bewertungen, besonders die schlechten.
- Auf angebliche „Google-Partner“ hereinfallen. Das Profil ist kostenlos. Anrufer, die Geld für einen „Google-Eintrag“ verlangen, kommen nicht von Google.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil bringt Sie in die Karte, die Website überzeugt danach. Google gleicht beides ab: Stehen auf der Website dieselben Kontaktdaten, Ihre Leistungen und Ihre Orte, passt das Bild zusammen. Viele Kunden klicken im Profil zuerst auf „Website“, bevor sie anrufen. Was dort zu sehen sein sollte, lesen Sie in unseren Seiten für Elektriker, Dachdecker, Schreiner und Sanitär- und Heizungsbetriebe.
Häufige Fragen
Muss ich meine Privatadresse im Google-Profil zeigen?
Nein. Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, blenden Sie die Adresse aus und geben nur Ihr Einzugsgebiet an. Beachten Sie aber: Im Impressum Ihrer Website muss nach deutschem Recht trotzdem eine ladungsfähige Anschrift stehen.
Was kostet das Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Werbung schalten oder jemanden mit der Einrichtung und Pflege beauftragen.
Wie lange dauert es, bis ich in der Karte auftauche?
Nach der Bestätigung ist das Profil meist innerhalb weniger Tage sichtbar. Wie weit oben Sie erscheinen, hängt von der Entfernung zum Suchenden, der Vollständigkeit des Profils, Ihren Bewertungen und der Konkurrenz vor Ort ab. Das wächst über Wochen und Monate.